Spring Style Along – Bilanz

Der letzte Akt des SSA: ein schnelles Oberteil im schrägen Fadenlauf – passt prima zum petrolfarbenen Burda-Rock.

Während draußen die Sommersonne brennt, versuche ich mich an einer Bilanz des Spring Style Along, den Alex von Handmade Glamour netterweise wieder organisiert hat.

Erstens: Zeitstress.

In diesem Jahr bin ich mit dem Terminplan nicht gut klargekommen. Zu viel Arbeit im analogen Leben. Den Accessoires-Termin habe ich geschwänzt. Und auch die Bilanz kommt auf den letzten Drücker. Das war nicht absehbar, als wir zum SSA gestartet sind. Trotzdem finde ich es ein bisschen schade…

Zweitens: Produkte.
Alabama-Jacke mit Vintage Shirt Dress. Ein feierliches Outfit, getragen bei einem schönen Fest

Jacken: Ich habe wie geplant ein Alabama-Chanin-Jäckchen genäht und ausführlich mit Perlen verziert. Ausgeführt habe ich es auch schon und war stolz wie Bolle über das Teil. Die Jacke ist nichts für jeden Tag – aber sie ist schon was Besonderes. Und ich freu mich so sehr dran, dass ich schon die nächsten AC-Teile für die Sommerferien plane. Eine weitere Jacke oder einen Blazer habe ich bisher aber noch nicht genäht.

Hosen: Ich habe Claude von Republique du Chiffon genäht, ganz problemlos und liebevoll. Aber die Hose und ich, wir passen dennoch nicht zusammen. Die Karottenform steht mir einfach nicht und auf aufwändige Änderungsschneiderei habe ich derzeit keine Lust. Die Hose hängt im Schrank und wartet auf Inspiration.

Erfolgreicher waren meine Schritte in die Jeanswelt. Die Morgan Boyfriend Jeans habe ich  gleich zweimal genäht. Einmal aus weiß-blau gestreiftem Denim ohne Stretch und einmal aus einem Rest Stretch-Jeans (deutlich bequemer aber mit suspekten Falten um den Reißverschluss). Der Schnitt, die Anleitung und der zugehörige Jeans-Sew-Along begeistern mich schwer. Da werden noch Hosen folgen irgendwann. Ich kaufe jetzt keine mehr, ich schwör’s.

Morgan Boyfriend Jeans Nummer 1 – eine tolle Näh-Erfahrung

Kleider: Das hübsche Kleid (Butterick 6318 )habe ich nicht genäht, dafür in einem Nähanfall an einem Wochenende einenHollyburn aus dem gepunkteten Stoff (hätte sowieso nicht für das Kleid gereicht). Aber das Kleid behalte ich im Blick.

Oberteile: Auch da habe ich nicht genäht, was ich geplant hatte. Ich hatte auf Alma-Blusen irgendwie keine Lust. Am Wochenende habe ich aus einem der crepe-artigen Viskosen aus meinem Lager eine Art T-Shirt gemacht. Der Schnitt war für Jersey, aber mit der weichen Viskose im schrägen Fadenlauf hat es auch gut geklappt. Ein schlichtes, nettes, sommerliches Oberteil, das ich heute schon ausgeführt habe. Was aus den Alma-Projekten wird, muss ich mal sehen.

Drittens: Pläne.

Kurzfristig möchte ich möglichst noch ein oder zwei Jäckchen aus Romanit nähen, zum Überwerfen wenn es morgens frisch ist. Vielleicht am langen Wochenende.

Und langfristig hat mich zwischenzeitlich das Chanel-Fieber gepackt und ich habe das Großprojekt eines sehr chaneligen Chanel-Jäckchens gestartet (mit Hilfe von tollen Büchern von Claire Schaeffer – einem über Jacken und einem allgemeinen –  und einem ebenso tollen Craftsy-Kurs). Dazu demnächst mal mehr…

Viertens: Bilanz?

Ich bin froh, dass ich beim SSA mitgemacht habe. Ein bisschen mehr Planung im Nähen gefällt mir immer gut. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass ich – besonders, wenn ich beruflich sehr eingespannt bin – auch die spontanen Nähereien brauche. Beides zusammen wie in diesem Frühjahr ist also eigentlich ok.

Auf jeden Fall: Ein großes Danke an Alexandra für Organisation, Inspiration, Rückmeldungen! Merci beaucoup!

 

 

Passt schon

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Morgan Jeans Nummer zwei, angepasst. Dass es vorne um den Reißverschluss leichte Falten gibt, finde ich eigentlich nicht schlimm, beim Tragen fällt das auch nicht auf. Die Hose hat verkürzte „cropped“-Länge. Für mehr hat der Stoffrest nicht gereicht. Und für Frühling/Sommer finde ich das auch ganz nett.

Passformprobleme stehen derzeit im Mittelpunkt des Spring Style Along von Alexandra von Handmade Glamour. Everyday. Passt schon, kann ich dazu nur sagen. Ich habe meine Angst vor dem Hosennähen in den letzten Wochen komplett besiegt.

Erster Schritt: Die Hose Claude von Republique du Chiffon. Sie ließ sich gut nähen. Sie passt mit leichten Änderungen (die ich schon vor dem Nähen auf dem Papier vorgenommen habe). Sie sitzt sogar gut. Nur ob sie mir steht, da bin ich nicht so sicher. Die karottige Form ist für mich sehr gewöhnungsbedürftig. So viel Stoff am Bein. So viel Stoff im Schritt. Ist das schmeichelhaft? Ich bin derzeit skeptisch. Was meint ihr?

Sehr ungewohnt: karottenförmige Hose Claude aus Stretch-Twill

Zweiter Schritt: Die Morgan Boyfriend Jeans von Closed Case Patterns, die eigentlich eine normale, gerade geschnittene Hose ist. Meiner Begeisterung über den Schnitt und die Hose habe ich schon am Mittwoch lautstark Luft gemacht.

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Morgan Boyfriend Jeans – sitzt, passt, macht mich froh.

Das erste Exemplar sitzt mit einigen Änderungen (vor allem Enger-Nähen an der Taille) gut. Und die Erfahrungen habe ich schon während der Anproben zum Anpassen des Papierschnitts genutzt.

Ich habe vor allem die Taille enger gemacht – und gleichzeitig am Po ein bisschen mehr Platz geschaffen

Dritter Schritt: Morgan Jeans – angepasst. Die Hose ist gerade fertig geworden. Und sitzt für meine Begriffe super. So gut hat mir noch nie eine Jeans gepasst – gleichzeitig an Hüfte und Taille. Wenn ich die Fotos sehe, denke ich allerdings: Eventuell nehme ich hinten am Bein einen Zentimeter Po-Platz wieder raus, das müsste auch reichen… Das ist der Näh-Perfektionismus, dem man nicht entkommt.

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Falten am Vorderteil. Normal, ok oder verbesserungswürdig?

Dass es immer irgendwo Falten gibt, gehört zwar dazu, wenn man sich in einem Kleidungsstück auch noch bewegen will. Gerade um den Reißverschluss hat die Hose aber durchaus einige Falten. Ok so? Oder meint Ihr, da kann man noch was tun?

Die Hose hat aus Gründen der Stoffknappheit Cropped-Länge, aber das finde ich im Frühling auch sehr hübsch. Ein bisschen leichter eben….

Ansonsten habe ich in den letzten Wochen fleißig an meinem Alabama-Chanin-Jäckchen gestickt. Am Sonntag führe ich es aus. Und obwohl so viel Perlenglitzerkram eigentlich nicht meins ist, bin ich von der Jacke sehr angetan. Auch da folgen die Tragefotos…

Fortschritte und knappe Zeit



Was will ich, was ist zu schaffen – das ist, übersetzt, die Frage, die Alex von Handmade Glamour. Everyday heute beim Spring Style along stellt.  Nähpläne und Zeitbudget in Einklang bringen, das ist bei mir immer die große Frage. Denn ich habe immer viele Ideen im Kopf und nie genug Zeit, sie umzusetzen. Ich beschließe in diesem Frühjahr, die Sache entspannt anzugehen. Ich nähe eins nach dem anderen.

Die Basis-Stickerei ist auf zwei von drei Stücken fertig. Die Perlen warten auf Verarbeitung

Projekt eins: die barocke Alabama-Chanin-Jacke. Rückenteil und ein Vorderteil sind bestickt –  in einer Kombination aus Applikationen und Reverse Appliqué. Wenn das zweite Vorderteil fertig ist, will ich noch Perlen drauf sticken, ohne festes Muster, mit viel Improvisation. Viele wunderbare Perlen dafür sind gestern mit der Post gekommen. Wenn ich mich ranhalte, kann die Jacke zum Weißen Sonntag fertig werden. Dann möchte ich sie bei einer Kommunionsfeier ausführen. Das Teil wird auf jeden Fall ein stilistisches Experiment, denn von so üppig verzierten Sachen halte ich mich normalerweise fern. Aber ich habe einfach große Lust aufs Herstellen.

Zwei einseitige Paspeltaschen sind trotz sehr magerer Nähanleitung gelungen

Projekt zwei: Die Hose Claude. Ich habe das Prinzip der einseitigen Paspeltasche verstanden, geübt und zwei, wie ich finde, sehr gelungene Taschen genäht. Jetzt muss es weiter gehen mit der Hosenkonstruktion. Vielleicht am kommenden Wochenende, vorher sehe ich keine Nähzeit.

Projekt drei: Blusen. Am Freitag startet meine kleine interkulturelle Nähgruppe ein kleines Nähkurs-Projekt mit einer Sommerbluse. Ich will die Gelegenheit nutzen und eine erste Alma-Bluse starten.

Insgesamt wird es in den kommenden zwei Wochen leider eng mit der Zeit. Dann aber sind Osterferien im Saarland und ich kann nähen und sticken nach Herzenslust.

 

Spring Style Along – der Plan

Was will ich? Das ist heute die Frage beim Spring Style Along von Alex – Handmade glamour. Everyday. Ich habe einen ziemlich präzisen Plan – nur werde ich es sicher nicht schaffen, alle geplanten Teile zu nähen. Das macht aber nichts.

Jacken

Die kurze Jacke mit Perlenstickerei soll ein Kleid begleiten, der rote Blazer (Burda) klassische Jeden-Tag-Outfits aufpeppen

Ich wünsche mir einen handgenähten und verzierten Bolero als festliche Ergänzung zu einem Sommerkleid – zu tragen bei einer Kommunionsfeier Ende April.

Stand: Das Probeteil (nach einem ganz schlichten Schnitt von Alabam Chanin) ist genäht und ausprobiert. Die Ärmel sind etwas schmal zum Drüberziehen. Und etwas weniger kurz wäre vielleicht auch besser. Der Stoff (creme und eisblau) liegt schon bereit. Perlen auch.

Lust hätte ich auch, eine Blazer-artige Jacke zu nähen. Am liebsten in rot oder petrol. Derzeit gefällt mir dieses Burda-Modell (106A-082013-DL). Aber das schaffe ich zeitlich im Frühling wahrscheinlich nicht mehr.

Hosen und Kleider

Eine dunkelblaue Hose passt zu allem. Den Butterick-Kleiderschnitt habe ich erst kürzlich entdeckt

Ich habe gerade richtig Lust aufs Hosennähen. Ausprobieren möchte ich zuerst Claude von République du Chiffon. Der Schnitt ist nicht neu, mir aber gerade ein paar mal positiv aufgefallen, zum Beispiel bei „annexe dilettante“, „chocolat et vieilles dentelles“ und „Bee made“. Das Probeteil ist genäht und passt prima. Ob ich die karottige Form schmeichelhaft finde, weiß ich noch nicht. Deswegen will ich die „Echt-Hose“ einfach mal nähen. Als Stoff habe ich noch einen dunkelblauen, leicht stretchigen Twill im Schrank – das funktioniert hoffentlich gut.

Im Laufe des Jahres – aber sicher nicht mehr im Frühling – möchte ich auch gerne endlich eine Ginger-Jeans ausprobieren. Und die Thurlow Trousers von Sewaholic – der Schnitt liegt immerhin schon hier und ich könnte die Stoff- mit einer Schnittmuster-Diät verbinden. Egal welche zweite Hose es wird, hier muss ich sicher Stoff kaufen, denn an Stretch-Webware gibt mein Vorrat nicht viel her.

Das Kleid Butterick 6318 habe ich im Netz kürzlich irgendwo entdeckt. Ein Frühlingskleid mit Strickjacke für sonnige Tage soll es für mich werden. Aus meinem Lager fällt mir zu dem Schnitt der taubenblaugraue Pünktchenstoff ein, der schon seit mehreren Jahren auf Verarbeitung wartet. Allerdings habe ich nur zwei Meter und der Schnitt erfordert knapp drei. Mal schauen, ob ich das irgendwie hinkriege.

Oberteile

Geplant: Alma Blusen mit goldenen Punkten, roten Rosen und kleinen Blümchen

Ich lagere so viele schöne, gemusterte Baumwollstoffe für nette Sommeroberteile in meinem Stoffschrank, dass ich mich ernsthaft frage, wann ich die alle nähen und tragen soll. Der kleingemusterte weißgrundige Stoff mit türkis und rot (rechts im Bild) stammt vom Berliner Maybachufer-Markt. Eine ganz leicht gecrinkelte Viskose. Der pink-rot-geblümte Batist (Mitte) ist von Kaffe Fassett – eine ganz tolle, weiche Qualität. Der Stoff braucht einen Schnitt mit Geling-Garantie, weil ich ihn so wunderbar finde.

Für die allermeisten möglichen Oberteile gilt eines: sie brauchen ein schlichtes, unifarbenes Untendrunter. Davon habe ich eine ganze Reihe, meist in dunkelblau. Der Fake-Wickelrock für die Übergangszeit, der Leinen-Hollyburn und eine Kauf-Culotte wenn es warm wird.

Als erstes will ich den neuesten meiner Baumwoll-Blusen-Stoffe verarbeiten. Denn der liegt völlig außerhalb meines üblichen Schemas. Vielleicht finde ich ihn deswegen so spannend. Eine naturfarbene Webware mit goldenen Punkten von AnnaKaBazaar. Normalerweise lautet mein Prinzip: Naturfarben mag ich an mir nicht. Glitzer auf Klamotten geht gar nicht. Und Gold schon überhaupt nicht. Na also. Weil der Stoff für meine Verhältnisse also sehr innovativ ist, bleibe ich bei einem bewährten Schnitt und nähe eine Alma Bluse (Sewaholic). Die ist einfach sehr formschön.

Außerdem wünsche ich mir eine Bluse mit Matrosenkragen. Wahrscheinlich konstruiere ich den Kragen selbst und baue ihn an die Alma-Bluse dran.

Ein anderer reizvoller Schnitt, den ich gerade entdeckt habe ist „Cupidon“ des Schnittmusteranbieters „I am“- ein lockeres Pseudowickel-Oberteil mit Schalkragen. Das steht definitiv auch auf meiner Näh-Liste. Aber passenden Jersey müsste ich erst besorgen.

 

 

Näh-Bedarf fürs Frühjahr – Spring Style Along

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Bewährtes Frühlingsoutfit mit Bluse nach eigenem Schnitt – ein bisschen schick und nicht zu schräg

Schneeglöckchen blühen und die ersten Krokusse leuchten in der Wiese – die richtige Zeit, Nähpläne für den Frühling zu schmieden. Noch dazu hatte ich eine Woche Ferien, die To-Do-Liste ist rekordverdächtig abgearbeitet – da gehen die Gedanken neue Wege.

Den Anstoß hat SaSa gegeben, die in diesem Jahr bei Clothildes Näh-Projekt einer „garderobe capsule“ über das ganze Jahr mitmachen will. Das finde ich spannend, aber für mich derzeit zu langfristig. Außerdem habe ich seit einer Weile die Idee einer „Stoffdiät“ – also: Vorräte aufbrauchen statt neuer Stoffe kaufen – im Kopf. So streng wie Küstensocke, die die Stoffdiät als Gemeinschaftsaktion angestoßen hat, möchte ich dabei nicht mit mir sein – aber ein guter Vorsatz ist es allemal (und ich habe in den letzten Wochen schon drei Reste-Shirts für die Kinder genäht, außerdem einen Reste-Quilt fertiggestellt). Und jetzt treffe ich auch noch auf Alex‘ Neuauflage des Spring Style Along. Mit entspanntem Zeitplan. Und Anregungen zum reflektierten Nähen. Das ist genau das, was mir im Moment vorschwebt.

Starten will Alex mit einer Bestandsaufnahme. Was brauche ich? Eigentlich nichts. Das wird den meisten unter uns so gehen. Jede hat doch einen gut gefüllten Kleiderschrank. Wenn ich Nähprojekte plane, dann versuche ich zwar, gefühlte Lücken im Kleiderschrank zu füllen. Aber gleichzeitig bleibt Nähen als Hobby eben auch Selbstzweck. Also nähe ich auch Dinge, die ich nicht unbedingt brauche – wenn ich einen bestimmten Schnitt oder eine Silhouette ausprobieren möchte.

Bei meinen Frühlingsnähplänen treffen sich beide Motive.

Mein Alltag erfordert Kleidung, in der mich wohlfühle und in der ich mich bewegen kann. Besonders im Frühling gerne nach dem Zwiebelprinzip zusammengestellt, denn morgens ist mir oft kalt, aber wenn es wärmer wird, will ich nicht schwitzen. Ich brauch nichts Ausgeflipptes, nichts zu Enges, nichts zu Kurzes. „Schultauglich“ heißt das bei mir. Hosen und Röcke mit Shirts und Blusen, Kleider, Strickjacken, nicht zu formelle Drüberzieh-Jacken. Und ich liebe passende Schals, Strick- und andere Tücher dazu.

Konkreten Bedarf verursacht ein Event Ende April. Dann bin ich auf eine Kommunionsfeier eingeladen. Wenn das Wetter mitspielt, will ich eines meiner Sommerkleider tragen. Dazu hätte ich gern ein Drüberzieh-Teil, das schicker als eine Strickjacke ist und weniger formell als ein Blazer. Ich habe an einen Bolero gedacht. Vielleicht mit Reverse Appliqué nach Alabama Chanin.

Ansonsten möchte ich bei der Näh-Planung vor allem darauf achten, dass die neuen Teile zu denen passen, die ich habe und gerne trage. Also erst man einen Überblick verschaffen.

Hosen, Röcke, Kleider

Meine Frühlingsgarderobe enthält drei Kauf-Jeans (dunkelblau, mittelblau, grau) und eine marineblaue Marlene-Hose.

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Der Fake-Wickelrock braucht schicke Begleiter.

Als „Übergangs“Röcke hängen daneben eine Jupe Anemone aus graublauem Jeans und der dunkelblaue Fake-Wickelrock. Der rote Hollyburn ist ebenfalls frühlingstauglich, eventuell auch der dunkelblaue aus einem Wollmisch-Stoff.

Auch die beiden Waxprint-Röcke eignen sich für wärmere Frühlingstage, sind allerdings nicht gerade Kombinations-Wunder. Frühlingstauglich sind mit Strickjacke auch einige meiner Sommerkleider.

Insgesamt: Viel blau, viel uni – gute Voraussetzungen für die vorhandenen und geplanten gemusterten Oberteile.

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Jacke Michelle (République du chiffon) aus grauem Jeans, darunter meine Eiffelturm-Bluse

Oberteile

Mein Schrank enthält mehrere Hemdblusen mit langem und Dreiviertel-Ärmel (gekaufte Blusen, meine Paris-Bluse, die Paisley-Bluse nach dem selbst gemachten Schnitt) und zahlreiche Kauf-T-Shirts.

Kurzärmlige Kauf-Shirts habe ich genug. Ansonsten warten zwei Alma-Blusen mit kurzem Ärmel auf wärmeres Wetter: eine aus festem Baumwollstoff mit roten Punkten und eine aus türkis-rot gemusterter Popeline. Die gepunktete Bluse will ich jedes Jahr ausmisten, weil der Stoff eigentlich zu fest ist für eine Bluse. Aber ich mag das Muster so gerne, also gebe ich ihr doch jeden Frühling wieder Verlängerung.

Jacken

Kombifähige (Kauf-)Strickjacken besitze ich reichlich. Dunkelblau, schwarz, taupe, gelb, orange, stahlblau. Kein Bedarf vorhanden. Außerdem gibt es noch den kombinationsfreudigen Blazer Michelle aus grauem Jeansstoff, den ich im Frühling gerne trage. Eine weitere schicke Jacke wäre schon schön. Petrol oder rot, zu all den blauen Hosen und Röcken? Mal sehen.

Manchmal mit Plan: die Bilanz des Spring Style Along

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Neu genäht für den Style Along: die Culotte. Ich finde immer mehr Tragevarianten – am liebsten eher sportlich

Eine Bestandsaufnahme machen, Kleiderschranklücken entdecken und auffüllen, Outfits und Kombinationen aus Neuem und Altem entwickeln – und all das möglichst in einem bestimmten Stil. Das war der – ehrgeizige – Plan für den Spring Style Along, den Alexandra (MamaMachtSachen) und Antonia (MarjaKatz) dankenswerterweise organisiert haben. Heute ist Zeit Bilanz zu ziehen.

Zuerst ein kurzer Rückblick auf die Theorie meines Plans:
Stilprinzip: kombinationsfreudig, entspannt und ein bisschen besonders
Farben: Marine als Basisfarbe, alle Blautöne, Türkis und vielleicht ein bisschen Rot-Pink dazu.

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Die Culotte ist Schnitt 126 aus Burda Style 3/2015 (aber ohne Bundfalten), der Rock Anemone stammt von Deer and Doe. Die Marlene ist ein Burda-Modell (8087)

Basics sind neben Jeans in meinem Kleiderschrank der (jeansblaue) Rock Anemone und, weil für den SpringStyleAlong endlich gekürzt, meine marinefarbene Marlenehose. Nicht ganz so basic aber super bequem und schick ist die frischgenähte royalblaue Culotte. Weil die Farbe schwierig zu kombinieren ist, habe ich ihr (und mir) zwei Ringelshirts gekauft, die Madame la Culotte wunderbar ergänzen. Nach den ersten Tragetests habe ich begeistert beschlossen, dasselbe Modell nochmal in dunkelblau zu nähen.

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Ein schlichter Rock in A-Form ( Simplicity 2/2013, Modell 29). Einmal fertig aus Waxprint, einmal in Arbeit aus Löcherstoff, gefüttert mit Baumwollbatist

Außerdem ist – ziemlich ungeplant – ein Rock in A-Form aus Waxprint entstanden und ein weiterer nach demselben Schnitt ist in Arbeit. Diesmal aus taubenblauem Loch-Chambray, den mir Frau Sonnenburg netterweise überlassen hat. Darunter lege ich wegen all der Löcher Baumwoll-Batist in dunkelblau.

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Die Strickjacke ist eigentlich ein Blazer ( Burda Style 5/2015). Ich mag das Schößchen und die schöne Schnittführung im Rücken

Fast fertig ist eine dunkelblaue Jersey-„Strick“-Jacke mit Schößchen, die zu allen Unterteilen (und Oberteilen) prima passt. Ich muss nur noch Knopflöcher machen. So lange nehme ich  für kühle Frühlings- und Sommertage den dunkelblauen Alabama-Chanin-Poncho.

 

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Die Eiffelturmbluse heißt Girly Touch und stammt aus Ottobre 5/2013. Die Bluse aus Herrenhaus-Liberty ist Modell 22 aus Fashion Style 2/2015. Die Löcherbluse und das Shirt habe ich nach dem Schnitt Indécise (Mlm Patrons) genäht (das Foto vom Shirt zeigt die Hinteransicht – vorne ist es ganz schlicht).
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Detail vom Herrenhaus: Wer hat schon Downton Abbey auf der Bluse?

Bei den Oberteilen hat in der letzten Woche der Sonnenburgsche Loch-Chambray dominiert. Die zugeschnittene Bluse (Indécise von Mlm Patrons, aber ohne Rückenpasse und Knopfleiste) wartet noch auf Seitennähte und vor allem auf passendes Schrägband, um die Kanten einzufassen. Aus einem Rest habe ich, um die Wartezeit zu überbrücken, kombiniert mit passendem Jersey aus dem Stofflager ein Shirt genäht (wieder Indécise, ohne Knopfleiste, mit vergrößterter Rückenpasse und, weil es kein Jersey-Schnitt ist, ohne Nahtzugabe zugeschnitten). Ich habe Indécise mit meinem bisherigen Shirt-Standard-Schnitt Renfrew (Sewaholic) verglichen und wegen der stärkeren Taillierung lieber den französischen Schnitt benutzt. Das Ergebnis gibt mir recht – das Shirt mag ich sehr.
Aus dem Liberty-Herrenhaus-Stoff habe ich eine schnelle Bluse genäht, die zwar relativ weit fällt, sich aber sehr angenehm trägt. Ich mag das Muster und die beiden Falten am Ausschnitt (Schnitt: Fashion Style 2/2015, Modell 22, in der Taille deutlich schmaler gemacht).

Die Eiffelturmbluse ist fertig und auch schon getragen – ich bin sehr glücklich mit meinem Werk, auch wenn es jetzt wohl erst mal Sommerpause hat.

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Fischgrat-Chambray und Simplicity 7712 ergeben dieses Kleid. Am Rocksaum fehlt noch das Schrägband. Die dunkelblauen Kanten geben dem Kleid Struktur

Außerdem ist aus blauem Fischgrat-Chambray ein Kleid nach Simplicity 7712 entstanden (weiter Rock, Prinzessnähte, Raglanärmel, hübsch abgerundete Armabschlüsse – wirklich nett!). Hier fehlt nur noch das dunkelblaue Schrägband am Rocksaum, das derzeit im Saarland einfach nicht zu bekommen ist (ich lebe in einem Kurzwaren-Entwicklungsland!). Ich muss wohl im Internet bestellen und die Fertigstellung des Kleides auf kommendes Wochenende verschieben.

Entgegen dem SpringStyle-Plan noch nicht verarbeitet habe ich den taupe-gepunkteten Jersey und die Liberty-Teetassen. Da schwanke ich immer noch zwischen Bluse und Kleid.

Zusammengefasst: Ich habe richtig viel genäht und dunkelblau ist, wie immer, ein Leitmotiv. Obwohl ich nicht sehr vehement versucht habe, meine Näh-Prinizpien umzusetzen, ist einiges an Entspanntem (Kleid, Culotte) und ein bisschen Besonderem (Herrenhaus-Bluse, Eiffelturm-Bluse, Waxprint-Rock, Lochstoff-Stücke, Jacke) entstanden. Insgesamt bin ich zufrieden mit meinem Output.

Nach Plan zu nähen hatte ich im Laufe des SpringStyle Alongs nicht immer Lust – sicher ein Grund, warum so viele ungeplante Dinge entstanden sind. Immer wieder finde ich irgendwo Stoffe oder Schnitte, die spontane Sofort-Näh-Bedürfnisse hervorrufen (wie der Waxprint oder der Frau Sonnenburg-Löcherstoff oder der interessante Jackenschnitt). Da hat ein vernünftiger Plan dann keine Chance. Der hat mir aber dabei geholfen, ein besseres Gleichgewicht zwischen den besonderen Dingen und schönen Basics herzustellen. Und ich habe mir vorgenommen, zwischen den genussvollen Spontan-Nähereien den Basics in Zukunft mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Was gar nicht so einfach ist.

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Spontankäufe: ein ganz zarter Kaffe Fassett-Stoff in Rottönen und ein anonymes wildes Muster auf Popeline. Vielleicht eine rote Bluse und ein buntes, ärmelloses Sommerkleid?

Gestern morgen war ich allerdings im (meiner Meinung nach) schönsten saarländischen Stoffladen zu Besuch (Ischilly in Wadern – 50 Kilometer Anfahrt, die es wert sind). Eigentlich nur, um passendes Schrägband bzw. Schrägbandstoff für die Löcherbluse zu besorgen. Ein heftiger Flash hat mir dort zwei bunte wildgemusterte Stücke eingebracht. So weich, so tolle Farben – die mussten mit. Aber vorher – nach Plan und ganz basic – gibts die marineblaue Culotte.

 

Das Jacken-Experiment

Burda-Schnitt, als "Strickjacke" umgesetzt
Burda-Schnitt, als „Strickjacke“ umgesetzt

Meinen (gefühlten) Strickjackenbedarf bin ich diese Woche ganz entschlossen angegangen. Insofern passt das Spring Style-Motto der Woche – being on the needle – wunderbar zum Stand der Dinge. Nach ausführlichen aber erfolglosen Internetsuchen nach dem idealen Schnitt für eine kurze, taillierte Strickjacke habe ich mich am Ende für eine spontane Lösung entschieden.

Der Schnitt ist aus der Burda Style 5/2015, die auf dem Schmökertisch im Nähkurs rumlag. Ich nähe ihn aus dunkelblauem Jersey, obwohl er eigentlich für Webstoffe gedacht ist, ohne Futter und ohne die vorgesehene Wattierung und die Schulterpolster. Die Schnittführung mit den schräg nach unten verlaufenden Abnähern finde ich sehr schick, vor allem im Rücken. Durch das Schößchen entsteht eine Taillienbetonung, die mir ebenfalls gut gefällt.

Bis jetzt scheint das Projekt, trotz des „falschen“ Stoffes auch ganz gut zu funktionieren – ich bin optimistisch. Und ich hoffe, dass am Ende eine universal tragbare und ein bisschen besondere Jacke dabei rauskommt.

Blümchenshirt auf Shabby-Malerleiter: eine interessante Kombination
Blümchenshirt auf Shabby-Malerleiter: eine interessante Kombination

In einem kurzen, aber heftigen Nähanfall ist Anfang der Woche außerdem ein geblümtes Shirt nach dem Schnitt „Frau Liese“ entstanden (der Stoff stammt von meinem Besuch am Berliner Maybachufer in den Osterferien). Ein nettes Stück für jeden Tag.

Und das ist der Sachstand für die übrigen Projekte:

Das Alabama-Chanin-Shirt muss nur noch gesäumt werden (das mache ich morgen).

Die Knöpfe der Eiffelturmbluse fehlen weiterhin. Aber sie ist derzeit sowieso zu warm, deswegen bin ich nicht so motiviert, zum Ende zu kommen.

Filets vom Vintagekleid
Filets vom Vintagekleid

Das Vintage-Kleid befindet sich in einem Zustand fortschreitender Auflösung. Ich bin dabei, es gründlich zu „filetieren“ und die gefühlten 100 Kellerfalten vorsichtigst aufzutrennen. Dann soll ein Oberteil nach dem Mlm-Schnitt „La joueuse“ daraus werden. Mehr über die netten Schnittmuster der französischen Firma Mlm habe ich übrigens schon mal hier berichtet.

Die Culotte hat den Tragetest bestanden und ist vergangene Woche gleich zum neuen Lieblingsteil geworden. Superbequem und schick. Mein Beschluss steht: Ich brauche mehr davon!

Was bei den anderen Spring Style Näherinnen gerade auf dem Nähtisch liegt, erfahrt ihr heute beim Spring Style Along bei Marja Katz.

 

Culotte im Tragetest

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Culotte im Garten – sitzt, passt, ist bequem und luftig. Absolute Näh-Empfehlung!

Heute ist Wickelkleid-Tag beim MeMadeMittwoch; die Organisatorinnen warten mit einer beeindruckenden (leicht einschüchternden) Fülle toller Kleider auf.

Ich nutze dennoch lieber das warme Wetter, um meine neue Culotte auszuführen (und ich habe auch kein Wickelkleid).  Ich hatte, nachdem sie fertig war, etwas Angst vor der eigenen Courage – und fragte meine Familie immer wieder: Sieht das nicht komisch aus? Nicht irgendwie merkwürdig? Absonderlich? ‚Skurril? Wie ein blauer Müllsack? Geduldig haben Mann und Kinder mir meine Zweifel soweit ausgeredet, dass ich die Culotte gestern morgen zur Feuertaufe in die Schule angezogen habe (Prädikat: besonders mutig). Das Ergebnis beruhigt: kein Schüler ist kichernd zu Boden gesunken, niemand hat gefragt: „Was ist denn das, was Sie da anhaben?“

Und ich bin ziemlich begeistert. Ich habe die Culotte aus königsblauem Popeline genäht, was sie leicht und luftig macht – das Tragegefühl bei warmem Wetter ist unschlagbar. Die Passform ist toll – ich habe die Bundfalten aus dem Schnitt eliminiert (hier habe ich erklärt, wie es geht) und den Bund einer anderen Hose leicht verbreitert und angebaut. Jetzt sitzt die Culotte bequem und genau in der Taille.

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Was für ein Knopfloch, was für Verriegelungen – ich bin begeistert von meiner neuen Brother-Nähmaschine

Details, die glücklich machen

Besonders zufrieden bin ich mit dem Knopfloch – vorne abgerundet! – und den Verriegelungen an den Nahttaschen: Beides verdanke ich meiner neuen Nähmaschine. Eine wahre Freude für die Näherinnen-Seele.

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Schuh-Porträt. Sich selbst die Füße zu fotografieren ist gar nicht so einfach

Mit meinem neuen (gekauften) Ringelshirt fand ich meinen Hosenrock (und mich) gestern richtig schick. Erst recht, weil die Schuhe auch noch wunderbar zum Shirt passen. Heute führe ich die Culotte in den Nähkurs aus, damit meine Nählehrerin Martina sehen kann, was aus ihrem Schnitt-Veränderungs-Tipp geworden ist.

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Auch merkwürdige Posen lassen sich in der Culotte wunderbar ausführen

 

Culotte in Kürze:

Schnitt: Nr 126 aus Burdastyle 3/2015
Veränderungen: Bundfalten eliminiert, Bund von Burda 8087 angebaut
Stoff: 2 m kobaltblauer Popeline vom Roten Faden (die Qualität hat mir gut gefallen)
Schwierigkeiten: keine
Nochmal nähen? Vom Gefühl her ja (cool in schwarz, alltagstauglich in petrol) – aber ich weiß noch nicht, ob ich wirklich zwei oder drei so „exotische“ Teile brauche… Andererseits: wieso nicht?

Andererseits: Seit fünf Minuten brauche ich auch unbedingt ein Wickelkleid. Wieso seht ihr beim MeMadeMittwoch.

 

Style für das Teil und: die Suche nach einer Strickjacke

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Culotte in gelb und rot – beide Varianten mag ich gerne. Das Ringelshirt holt den Hosenrock aus der exzentrischen Ecke und schiebt sie etwas in Richtung Sommerfrische. Das gefällt mir.

„Being on the needle“ heißt heute das Thema des Spring Style Along, der bei Alex (MamaMachtSachen) zu Gast ist. Handarbeiten ist bei mir in der vergangenen Woche leider komplett ausgefallen. Viel zu tun im Job, keine Zeit fürs Nähzimmer. Aber ein Paar Styling-Gedanken um meine neue königsblaue Culotte habe ich mir immerhin gemacht. Anlass waren 25%-Tage bei Boden. Deren Kataloge finde ich häufig inspirierend. Die Sachen haben einen besonderen Chic, der mir gut gefällt. Weniger gut gefallen mir meist die Preise und dann denke ich: So ein Kleid kann ich auch selber machen. Für weniger als 150 Euro. Und es passt auch noch besser. Aber im Sale habe ich nun bei zwei T-Shirts zugeschlagen. Ringel mögen der einen oder anderen langweilig vorkommen, sind bei mir aber Dauer-Klassiker, die ich seit Teenie-Zeiten liebe. Mutig war ich vor allem bei dem gelbgestreiften Stück, denn ganz lange war ich der Überzeugung, dass Gelb keine Farbe für mich ist. Weil es aber zu dem Königsblau so gut passt (und ich ein paar coole gelbe Sandalen mein eigen nenne), habe ich mich getraut.

Was jetzt noch fehlt – dringend – sind passende Strickjacken. In meinem Schrank finden sich vorwiegend Exemplare der Gattung „Extra-groß zum drüberziehen“ (und hüft-kaschierend im Winter…). Nun wünsche ich mir, für die Culotte und meine Sommerkleider, ein Gegenmodell (oder besser mehrere). Kürzer – vielleicht nur bis zur Taille? – und schmal geschnitten, mit weiblichem Touch (Wiener Nähte???), eventuell nur mit kurzen Ärmeln. Nur ein Schnittmuster fehlt. Hat jemand vielleicht eine Idee? Ich wäre dankbar für gute Strickjacken-Tipps.

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Das Alabama-Shirt macht Fortschritte. Teilweise sind die schablonierten Elemente schon mit Glasperlen bestickt. Ein Ornament habe ich auch schon ausgeschnitten. Dann sieht man schon mal, wie’s am Ende aussehen soll.

Ein bisschen war ich auch in der vergangenen Woche „on the needle“. Abends während der Tagesschau stichele ich meditativ am Alabama-Chanin-Shirt. Als Perlen habe ich mich für silbrige Glasstifte entschieden: eine für jeden Stich (wie sie sich waschen weiß ich immer noch nicht). Ich bin ganz erstaunt, wie fix das Sticken geht – vielleicht schaffe ich ja die Fertigstellung bis nächste Woche? Bis dahin wünsche ich Euch fröhliches Nähen!

 

 

 

Im Nähflow

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Shirt-Oberteil mit Muster – aber noch ohne Stickerei

Accessoires heißt heute das Thema des Spring Style Along, heute bei  Antonia (MarjaKatz). Deko habe ich derzeit aber noch gar nicht zu bieten. Im Gegenteil. Ich bin im Nähflow. Seit zwei Wochen habe ich eine neue Nähmaschine (Brother Innov Is 100 Prime Edition), die sich im Vergleich zu meiner alten Singer verhält wie ein Porsche zum Trabi. Also freue ich mich über die Regentage und nähe und nähe und nähe.

Sie ist bequem, ich mag das Blau - aber trotzdem... merkwürdig?
Sie ist bequem, ich mag das Blau – aber trotzdem… merkwürdig?

Fertig geworden: die königsblaue, bundfaltenbefreite Culotte. Gestern schon vorgeführt. Nur den Knopf muss ich noch annähen. Was ich davon halte, weiß ich noch nicht. Eine Styling-Frage wahrscheinlich. Und das Styling muss (s)ich noch entwickeln. Froh bin ich auf alle Fälle, dass die Veränderung am Schnitt so gut funktioniert hat. Bundfalten entfernen – das erweitert die Möglichkeiten und mein Repertoire – was will man mehr.

Nur die Knöpfe fehlen noch!
Nur die Knöpfe fehlen noch!

Außerdem soeben (fast) fertig geworden: die Eiffelturmbluse. Nur die Knöpfe… fehlen noch. Die Knopf-Annäh-Funktion der neuen Maschine stimmt mich noch etwas skeptisch. Also brauche ich einen langen TV-Abend mit möglichst anspruchslosem Film um all die Knöpfe (1+12+6 von einer Kinderjeansjacke) an die Kleidung zu bringen.

Was ich jetzt schon an der Bluse mag: Sie ist klassisch, kombinierfreudig und das ungewöhnliche Muster gibt ihr etwas Besonders. Garantiert nicht von der Stange!

zur schablone in 3 schritten
Zur Schablone in drei Schritten: Muster aussuchen, auf feste Folie durchzeichnen, sorgfältig ausschneiden
Perlen fürs Shirt und für andere Projekte
Perlen fürs Shirt und für andere Projekte

Fortschritte kann ich auch vom Alabama-Chanin-Shirt vermelden. Der weiße Beleg ist zugeschnitten. Das Muster ist ausgesucht (das war schwierig!) und drauf schabloniert. So dunkel sollte die Farbe gar nicht werden, aber mein liebevoll gemischtes Mausgrau ist beim Trocknen heftig nachgedunkelt. Macht nichts, das meiste wird sowieso rausgeschnitten. Ich habe mich für die Variante mit Perlen entschieden und sicherheitshalber – guter Vorwand – noch ein paar eingekauft. Und noch ein paar türkis-blaue gemischte Perlen für ein noch auszubrütendes Objekt. Ich fand sie so hübsch.

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Ein Vintage-Kleid als Herausforderung

Eine styletechnische Herausforderung habe ich gestern in einer Stoffsammelschublade gefunden: Dieses Seiden(?)kleid ist das Geschenk einer lieben Freundin, aus der Erbmasse einer entfernten Tante. „Da kannst du doch sicher was draus machen“, sagte sie. Die Farben finde ich super – passen sogar  zur Culotte! Aber insgesamt ist das Ding höchst merkwürdig. Mit tiefer Taille, Kellerfalten im Rock, Mega-Bewegungsfalte im Rücken. Passt mir nicht, steht mir noch weniger, ist so untragbar. Also überlege ich: Rock abschneiden und das Oberteil zur Bluse machen? Rockteile in nettes Oberteil umarbeiten? Rockteil zum Rock machen? Ihr seht: viel Luft für kreatives Potenzial. Vorerst habe ich das Objekt meiner Puppe angezogen, schaue immer mal wieder drauf und denke nach…

Was andere Damen sich ausdenken, seht ihr heute beim Spring Style Along bei Marja Katz.