Französisch nähen: République du chiffon

Ein kleines aber feines Indie-Schnittmusterlabel ist République du chiffon. Géraldine Debeauvais macht schlichte Schnitte mit dem gewissen Etwas – und mit prima Anleitungen. So kann man sich auch als mittelgute Näherin an anspruchsvollere Projekte wagen – Géraldine lotst  mit schriftlicher Erklärung und besser noch per Online-Tutorial durch jeden Nähprozess.

République du chiffon bietet Kleider, Jacken, Blusen und Hosen, auf Papier oder als PDF und auch auf Englisch. Auch ein paar Kinderschnitte sind zu haben.

Ganz neu in diesem Frühling und allerliebst finde ich die Bluse Rose mit einer Art Blütenblätterkragen. Sie zu nähen wäre sicher eine echte Erweiterung meines schneiderischen Horizonts – auf der To-Sew-Liste ist Rose auf jeden Fall gelandet… (schade, dass ich sie noch nicht gemacht habe, sonst könnte ich ein Foto zeigen. Eins einfach klauen, das verkneife ich mir lieber.)

Michelle, my belle!

IMG_0427Mein persönlicher Liebling ist – bis jetzt – die Veste Michelle, ein leger geschnittener Blazer mit Schalkragen und Futter. Michelle ist ein wunderbares Teil für jeden Tag, das je nach Stoff sportlich oder elegant aussehen kann. Meine Jacke ist aus hellgrauem Jeansstoff von Coupons de St. Pierre und hat sich als echter Kleiderschrank-Joker erwiesen. Sie passt zu Jeans, zum Kleid, in den Alltag und wenns mal seriös oder schicker sein soll. Durch den legeren Schnitt – ohne jeden Brustabnäher! – passt auch mal ein Pulli drunter und trotzdem sieht die Jacke nicht formlos aus.

Tolle Varianten von Michelle IMG_0433findet ihr zum Beispiel bei Jolies bobines – schwarz-weiß, rot-ethnogemustert oder wunderfrühlingsschön mit grün und Vögeln.

Ich liebe meine Veste Michelle vor allem, weil ich so stolz auf die profimäßige Innenverarbeitung bin. Ein Futter mit Bewegungsfalten, dank des Online-Tutorials makellos eingeIMG_0434näht – und dann auch noch mit Zebras auf Türkis – ich schaue so gerne in meine Jacke hinein! Tatsächlich habe schon von Nicht-Näherinnen verständnislose Blicke geerntet, weil ich auf einmal anfing, von meinem Jackenfutter zu schwärmen.

Ein Kleid für Downton Abbey

Auf meiner To-Sew-Liste stehen auch die charmante Veste Bernadette – eine kurze, kragenlose und gesteppte Jacke, die sicher aus Liberty-Stoff ganz entzückend aussieht – und das kleine feine Kleid Gladys, mit dessen 20er-Jahre-Esprit ich direkt bei Downton Abbey einsteigen könnte.

Habt ihr schon Erfahrung mit den Schnitten von RdC gemacht? Und wart ihr auch so glücklich mit euren Werken wie ich mit Michelle? Berichtet – ich freue mich über eure Meinung!

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Spring style – frisch und locker

Über Frühling und Stil wollen sich MamaMachtSachen und MarjaKatz mit uns austauschen – bei mir rennen sie offene Türen ein. Denn über Stil und meinen Kleiderschrank habe ich mir in letzter Zeit einige Gedanken gemacht. Schließlich will ich nicht Kleidung nähen, die mich später enttäuscht, weil sie mir nicht steht oder nicht zu mir passt. Und ich will nicht mehr (oder nur noch ganz selten) in die Schöne-Bunte-Muster-Jersey-Falle tappen, aus der ich dann verkleidet wie Pippi Langstrumpf wieder auftauche.

Angeregt von Colettes Wardrobe Architect habe ich deswegen versucht, meinen „Look“ zu beschreiben. So sollen meine Klamotten (und ich mit ihnen) aussehen: frisch, klar, entspannt, bequem und ein bisschen überraschend.

COLOURlovers.com-Akzentfarben
Meine Akzentfarben für den Frühling

Außerdem habe ich Basis- und Akzentfarben für meinen Frühling festgelegt. Das sind allerdings keine Trendfarben, sondern die Farben, die ich sowieso im Frühling gerne trage. Ich bin da seit Jahren ziemlich konstant und wenig trendig. (Dunkel)blau, Weiß und Grau als Basis-Farben, dazu noch mehr Blau in allen Schattierungen, Türkis und Rot. Netterweise passen all diese Farben auch gut zusammen. Allerdings sehe ich das mit dem Farbschema eher als Hilfe denn als Regel und habe kein Problem, auch mal auszubrechen, wenn mich ein Stoff anlacht.

Mein Ziel ist es, auf dieser Grundlage eine Frühlingsgarderobe von Teilen zusammenzustellen, die gut zueinander passen und einfach zu kombinieren sind. Das wird dadurch erleichtert, dass ich bei der Arbeit oft Jeans trage – dann reicht ein besonderes Oberteil für das „Überraschende“ aus meinen Stil-Überlegungen.

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Meine Jupe Anemone aus gestreiftem Jeans
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Veste Michelle aus hellgrauem Jeans

Neben meinen Jeans soll mein neuer Rock Anemone nach dem Schnittmuster von Deer and Doe (super Passform – ich bin begeistert!) ein Basic sein. Fürs Obendrüber habe ich gerade den Blazer „Veste Michelle“ von République du chiffon fertiggestellt – aus hellgrauem Jeans (ganz preiswert in Paris gekauft) ist die Jacke nicht nur bequem und praktisch, sondern passt auch zu allem und sieht schön lässig aus. Michelle wird ein richtiges Lieblingsteil – das Schnittmuster und das französische Indie-Label RdC stelle ich euch demnächst mal ausführlich vor.

 

Liberty: blaue Teetassen
Liberty: blaue Teetassen
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Liberty: Englisches Landhaus mit Park – wundervoll!

 

 

 

 

 

 

Geplant sind für den Frühling ein neuer Hollyburn-Rock in rot und zwei Webware-Oberteile aus wunderschönen Liberty-Stoffen, die ich vor einer Weile billig bei Stragier bestellt habe. Ich habe gehörigen Respekt davor, die beiden anzuschneiden, denn der Stoff ist so schön glatt und das Muster so nett und die Farben so toll…

IMG_0452Außerdem habe ich gerade eine Hemdbluse aus Eiffelturmpopeline in Arbeit – ein absoluter Lieblingsstoff, den ich mit Netz und doppeltem Boden im Nähkurs verarbeite (minimiert das Risiko). Über die Stoffquelle, einen französischen Online-Shop, will ich euch demnächst berichten.

Ich hoffe, dass ich mit so viel Plan dann wirklich eine Frühjahrsgarderobe „aus einem Guss“ zusammenbekomme.

Was die anderen Damen sich für Frühlings-Stil-Gedanken machen, seht ihr hier.