Näh-Bedarf fürs Frühjahr – Spring Style Along

mit bluse fertig
Bewährtes Frühlingsoutfit mit Bluse nach eigenem Schnitt – ein bisschen schick und nicht zu schräg

Schneeglöckchen blühen und die ersten Krokusse leuchten in der Wiese – die richtige Zeit, Nähpläne für den Frühling zu schmieden. Noch dazu hatte ich eine Woche Ferien, die To-Do-Liste ist rekordverdächtig abgearbeitet – da gehen die Gedanken neue Wege.

Den Anstoß hat SaSa gegeben, die in diesem Jahr bei Clothildes Näh-Projekt einer „garderobe capsule“ über das ganze Jahr mitmachen will. Das finde ich spannend, aber für mich derzeit zu langfristig. Außerdem habe ich seit einer Weile die Idee einer „Stoffdiät“ – also: Vorräte aufbrauchen statt neuer Stoffe kaufen – im Kopf. So streng wie Küstensocke, die die Stoffdiät als Gemeinschaftsaktion angestoßen hat, möchte ich dabei nicht mit mir sein – aber ein guter Vorsatz ist es allemal (und ich habe in den letzten Wochen schon drei Reste-Shirts für die Kinder genäht, außerdem einen Reste-Quilt fertiggestellt). Und jetzt treffe ich auch noch auf Alex‘ Neuauflage des Spring Style Along. Mit entspanntem Zeitplan. Und Anregungen zum reflektierten Nähen. Das ist genau das, was mir im Moment vorschwebt.

Starten will Alex mit einer Bestandsaufnahme. Was brauche ich? Eigentlich nichts. Das wird den meisten unter uns so gehen. Jede hat doch einen gut gefüllten Kleiderschrank. Wenn ich Nähprojekte plane, dann versuche ich zwar, gefühlte Lücken im Kleiderschrank zu füllen. Aber gleichzeitig bleibt Nähen als Hobby eben auch Selbstzweck. Also nähe ich auch Dinge, die ich nicht unbedingt brauche – wenn ich einen bestimmten Schnitt oder eine Silhouette ausprobieren möchte.

Bei meinen Frühlingsnähplänen treffen sich beide Motive.

Mein Alltag erfordert Kleidung, in der mich wohlfühle und in der ich mich bewegen kann. Besonders im Frühling gerne nach dem Zwiebelprinzip zusammengestellt, denn morgens ist mir oft kalt, aber wenn es wärmer wird, will ich nicht schwitzen. Ich brauch nichts Ausgeflipptes, nichts zu Enges, nichts zu Kurzes. „Schultauglich“ heißt das bei mir. Hosen und Röcke mit Shirts und Blusen, Kleider, Strickjacken, nicht zu formelle Drüberzieh-Jacken. Und ich liebe passende Schals, Strick- und andere Tücher dazu.

Konkreten Bedarf verursacht ein Event Ende April. Dann bin ich auf eine Kommunionsfeier eingeladen. Wenn das Wetter mitspielt, will ich eines meiner Sommerkleider tragen. Dazu hätte ich gern ein Drüberzieh-Teil, das schicker als eine Strickjacke ist und weniger formell als ein Blazer. Ich habe an einen Bolero gedacht. Vielleicht mit Reverse Appliqué nach Alabama Chanin.

Ansonsten möchte ich bei der Näh-Planung vor allem darauf achten, dass die neuen Teile zu denen passen, die ich habe und gerne trage. Also erst man einen Überblick verschaffen.

Hosen, Röcke, Kleider

Meine Frühlingsgarderobe enthält drei Kauf-Jeans (dunkelblau, mittelblau, grau) und eine marineblaue Marlene-Hose.

bild 4 blauer rock
Der Fake-Wickelrock braucht schicke Begleiter.

Als „Übergangs“Röcke hängen daneben eine Jupe Anemone aus graublauem Jeans und der dunkelblaue Fake-Wickelrock. Der rote Hollyburn ist ebenfalls frühlingstauglich, eventuell auch der dunkelblaue aus einem Wollmisch-Stoff.

Auch die beiden Waxprint-Röcke eignen sich für wärmere Frühlingstage, sind allerdings nicht gerade Kombinations-Wunder. Frühlingstauglich sind mit Strickjacke auch einige meiner Sommerkleider.

Insgesamt: Viel blau, viel uni – gute Voraussetzungen für die vorhandenen und geplanten gemusterten Oberteile.

bluse 1
Jacke Michelle (République du chiffon) aus grauem Jeans, darunter meine Eiffelturm-Bluse

Oberteile

Mein Schrank enthält mehrere Hemdblusen mit langem und Dreiviertel-Ärmel (gekaufte Blusen, meine Paris-Bluse, die Paisley-Bluse nach dem selbst gemachten Schnitt) und zahlreiche Kauf-T-Shirts.

Kurzärmlige Kauf-Shirts habe ich genug. Ansonsten warten zwei Alma-Blusen mit kurzem Ärmel auf wärmeres Wetter: eine aus festem Baumwollstoff mit roten Punkten und eine aus türkis-rot gemusterter Popeline. Die gepunktete Bluse will ich jedes Jahr ausmisten, weil der Stoff eigentlich zu fest ist für eine Bluse. Aber ich mag das Muster so gerne, also gebe ich ihr doch jeden Frühling wieder Verlängerung.

Jacken

Kombifähige (Kauf-)Strickjacken besitze ich reichlich. Dunkelblau, schwarz, taupe, gelb, orange, stahlblau. Kein Bedarf vorhanden. Außerdem gibt es noch den kombinationsfreudigen Blazer Michelle aus grauem Jeansstoff, den ich im Frühling gerne trage. Eine weitere schicke Jacke wäre schon schön. Petrol oder rot, zu all den blauen Hosen und Röcken? Mal sehen.

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