Meine kleine Herbstkollektion

Kollektion HerbstHeute zeige ich den Plan für eine kleine Herbstkollektion – entstanden aus bestimmten Nähwünschen und -experimenten (Schnittmuster selbst modifizieren zum Beispiel, ein handgenähtes Teil nach Alabama Chanin fertigstellen) und dem Bedürfnis, dass die genähten Stücke viele Kombipartner finden.

Das Bildmaterial ist das Ergebnis erster Experimente mit Inkscape, die ich für die Nähplanung recht vielversprechend finde.

bluse
ein Kernstück meines Nähplans für den Herbst: die selbstentworfene Bluse

Objekt 1 heißt auch: die experimentelle Bluse. Hätte ich heute nicht so viele Blogs gelesen, wäre sie wahrscheinlich schon fertig. Die Bluse hat vorne und hinten je vier Falten im Taillenbereich und einen Tropfenausschnitt. Die ursprünglich geplanten Manschetten habe ich zugeschnitten, aber ich werde sie weglassen, damit die Bluse weniger nach alter Tante aussieht. Die Ärmel bleiben besser unten offen. Wie ich den Grundschnitt verändert habe, ist hier genau beschrieben.
Der Stoff ist ein ganz billiger, aber schön gemusterter Polyester. Fällt wunderbar weich und lässt sich gut verarbeiten. Wie er sich trägt, muss ich ausprobieren – ich habe mit Kunstfasern kaum Erfahrung. Als Probestoff für das Schnittmusterexperiment ist er auf jeden Fall ok.

Objekt 2 ist ein roter Hollyburn-Rock. Der Stoff, ein sanft-hellweinroter Crepe vom Berliner Maybachufer, wartet schon seit den Osterferien darauf, ein Hollyburn zu werden. Er passt, anders als auf der Illustration, wunderbar zum Stoff der Bluse.

hosenrock2
Objekt 3 – ein Hosenrock nach einem Schnitt von 1942

Objekt 3 ist eine Culotte nach dem 1942er-Schnitt – sieht aus wie ein Rock mit Kellerfalte und hängt in schwarz (im Herbst und Winter gerne getragen) schon seit letztem Winter in meinem Schrank. Der Stoff ist ein Fischgrat-Chambray vom blauen Kleid, den ich petrol überfärbt habe.

Objekt 4: eine schmale Hose aus dunkelblauer Gabardine – auf diese Näherfahrung bin ich sehr gespannt. Denn über Passformprobleme bei Hosen, insbesondere bei weiblicheren Hüften, habe ich leider schon so viel gelesen… Für einen Schnitt habe ich mich noch nicht entschieden. Mir gefallen viele Varianten der Sew Over it Ultimate Trousers, aber ich bin mir nicht sicher, ob der Schnitt nicht zu eng für mich ist – besonders um die Hüfte und die Oberschenkel. Ähnliches gilt für die Ginger Jeans. Vielleicht lieber Simplicity 1696? Diese Version macht mir Appetit darauf. Wenn jemand von euch mit 1696 Erfahrung hat – ich bin dankbar für Hinweise.

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Basis-Schnitt mit dezentem Extra: die Blätter sind von Hand appliziert.

Objekt 5 ist schon fast fertig: ein schlichtes dunkelblaues Shirt mit handapplizierter Alabama-Chanin-Verzierung. Nur säumen muss ich es noch.

 

 

 

 

 

 

Ein Vorderteil meiner Alabama-Chanin-Jacke. Sie besteht aus zwei Lagen Jersey - petrol und dunkelblau - und wird komplett von Hand genäht
Ein Vorderteil meiner Alabama-Chanin-Jacke. Sie besteht aus zwei Lagen Jersey – petrol und dunkelblau – und wird komplett von Hand genäht

Objekt 6 ist schon seit Wochen in Arbeit. Mein Nähyoga-Sommerferien-Projekt. Es wird eine Alabama-Chanin-Jacke in Petrol mit Dunkelblau. Die Vorderteile habe ich komplett in Reverse Appliqué gearbeitet, den Rücken nur im Schulterbereich (daran sitze ich gerade an gemütlichen Abenden). Ob und wie ich die Ärmel besticke, weiß ich noch nicht.

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5 Gedanken zu “Meine kleine Herbstkollektion

  1. Draped in Cloudlets 27. August 2015 / 18:09

    Oh, das sieht ja vielversprechend aus! Ich mag solche Minikollektionen gerne, es macht immer Spaß nachzulesen wie andere sich ihre Garderobe vorstellen und dann neue Pläne umsetzen. Wäre ich mal selber so konsequent 🙂 Liebe Grüße!

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  2. Susanne Dienstag 18. August 2015 / 7:31

    Oh, du bist schon mit deiner Herbstgarderobe beschäftigt. Deine Zusammenstellung gefällt mir gut; sehrsehr hübsch finde ich ja dein Objekt Nr.5, schlicht, aber mit feinem Extra.
    LG von Susanne

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  3. Pepita 17. August 2015 / 22:42

    Eine schöne Kollektion für den Herbst wird das, toll zu sehen, wie ein Teil das andere ergänzt.
    Den Simplicity Schnitt habe ich schon genäht, er ist sehr variabel, er hat zum Bespiel an vielen Stellen extra viel Nahtzugabe, so dass du dich langsam an die richtige Passform heran tasten kannst. Mir war der Schnitt allerdings schon in der kleinsten Größe zu groß, so dass ich ihn nicht noch einmal genäht habe. Frau Küstensocke hat aber sehr gute Erfahrungen mit dem Schnitt gemacht und ihn schon in vielen Variationen genäht.
    LG Rita

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    • couseuse 20. August 2015 / 9:27

      Vielen Dank für den Hinweis! Ich denke, ich werde es mal mit dem Schnitt probieren…Extra Nahtzugabe für die Anpassung hört sich ja ganz praktisch an
      LG Almut

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  4. himbeerpudding 16. August 2015 / 21:01

    Ah, da ist deine Liste ja schon. 🙂 Bin sehr gespannt auf deinen 40er Jahre Hosenrock und die Erfahrungen mit dem selbsterstellten Schnitt für die Bluse.
    Liebe Grüße, Nadine

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